Länger im Arbeitsleben durch Kompetenzentwicklung?

Kontinuierliche Kompetenzentwicklung ist wichtig, um mit neuen Anforderungen am Arbeitsplatz Schritt zu halten. Ein systematisches Review von Seeberg und anderen untersuchte vor diesem Hintergrund, ob Kompetenzentwicklung die Arbeitsmarktbeteiligung von Beschäftigten im Alter von 35 Jahren oder älter beeinflusst.

Die Autorinnen und Autoren suchten dafür u. a. in den Datenbanken Web of Science Core Collection, PubMed, EBSCO, ProQuest und Ovid sowie Google Scholar. Sie schlossen prospektive Kohortenstudien ein, die Beschäftigte im Alter von 35 Jahren oder älter adressierten. In den Studien wurden Zusammenhänge zwischen der Teilnahme an oder Möglichkeiten zur Teilnahme an einer Kompetenzentwicklungsmaßahme und Indikatoren zum Verbleib in Arbeit untersucht.

Zwei unabhängige Personen extrahierten die Daten, bewerteten das Verzerrungsrisiko (Newcastle-Ottawa-Skala) der Einzelstudien und beurteilten schließlich die Sicherheit der Evidenz.

Die Literaturrecherche identifizierte 5.147 Treffer, von denen 19 Studien die Einschlusskriterien erfüllten. Insgesamt fanden 12 Studien einen Zusammenhang mit Indikatoren erwerbsbezogener Teilhabe. Vier Studien zeigten, dass Kompetenzentwicklung bzw. Entwicklungsmöglichkeiten mit einer Reduktion der Frühverrentung assoziiert waren. Eine Studie fand, dass fehlende Kompetenzentwicklung die Wahrscheinlichkeit einer Frühverrentung erhöhte. Sieben Studien berichteten, dass Kompetenzentwicklung bzw. Entwicklungsmöglichkeiten mit einer längeren Erwerbstätigkeit assoziiert waren.

Die Originalarbeit ist in BMC Public Health erschienen und unter https://doi.org/10.1186/s12889-025-23874-y verfügbar.