Unter dem Motto „Fairsorgt in der Reha? Vielfalt leben – Chancengleichheit schaffen“ findet vom 24 bis 26 März 2026 das 35. Reha-Kollquium in Leipzig statt. Veranstalter sind sind die Deutsche Rentenversicherung Bund, der Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW).
Prof. Dr. Nico Dragano, Institut für Medizinische Soziologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zeigt aus sozialepidemiologischer Sicht, wie eng gesundheitliche Einschränkungen, soziale Lebensbedingungen und Teilhabechancen miteinander verknüpft sind. Diese Perspektive wird unmittelbar auf systemischer Ebene vertieft: In einer Podiumsdiskussion diskutieren Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gülcan Miyanyedi, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation, Oliver Blatt, Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, mit Prof. Dr. Dragano, wie das Versorgungssystem so gestaltet werden kann, dass es unterschiedlichen Bedarfen, Kontexten und Lebenslagen gerecht wird.
Univ.-Prof.in Dr. Ute Seeland, Inhaberin der bundesweit ersten Vollzeitprofessur für geschlechtersensible Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ergänzt die Perspektive auf Vielfalt im Versorgungsgeschehen. Ihre Keynote zeigt, wie biologische und soziale Geschlechterunterschiede Diagnostik, Therapie und Nachsorge beeinflussen und welche Bedeutung dies für eine passgenaue Ausgestaltung von Reha-Leistungen hat.
Einen internationalen Blick eröffnet Univ.-Prof.in Dr. Birgit Prodinger vom Lehrstuhl für medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung und Teilhabebeschränkungen der Universität Augsburg. Sie stellt die WHO Disability Health Equity Initiative vor und diskutiert, wie Barrierefreiheit und Inklusion weltweit in der Versorgung und Rehabilitation verankert werden können.
Auf der Kongresswebsite finden Sie das umfassende Programm im Überblick und die Möglichkeit zur Anmeldung.


